Mietrückstände und deren Folgen

Hohe Mietrückstände und/oder hinterlassene Schäden in der angemieteten Wohnung haben schon viele Wohnungseigentümer in den finanziellen Ruin getrieben. Die Rede ist von Mietnomaden.
Bedauerlicherweise kommt es in Deutschland bekanntermaßen tausendfach zu solchen Vorkommnissen, aber die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Das liegt daran, dass Vermieter die teuren Gerichtskosten und beträchtlichen Räumungskosten scheuen. Im Schnitt liegen alleine die Schäden für den Vermieter schon bei mehreren Zehntausend Euro, was erklärt, warum nicht alle den gerichtlichen Weg einschlagen.
Von Mietnomaden wird gesprochen, wenn Mieter einer Immobilie Mietrückstände auflaufen lassen.  Häufig kommt es noch zu Zerstörungen, Verwüstungen und Verschmutzungen in dem Mietobjekt, was meistens erst nach Räumung der Wohnung ans Tageslicht kommt. Betroffene Immobilieneigentümer bleiben oftmals nicht nur auf den Mietrückständen sitzen, sondern auch auf der Schadensregulierung und den vom Mieter nicht bezahlten Betriebskosten.
In den meisten Fällen sind Mietnomaden erst nach einem Jahr oder längerem mietfreiem Wohnen aus der Wohnung raus. Deshalb ist es wichtig, nicht zu gutgläubig zu sein und sich gut vorzubereiten.

Schutzmaßnahmen vor Mietnomaden

Eine 100-prozentige Garantie zum Ausschluss von Mietnomaden gibt es nicht, denn sie sind in allen Bevölkerungsschichten zu finden. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass ein gut gekleideter und sich in perfektem Deutsch artikulierender Mensch kein Mietnomade sein könnte.
Dennoch kann die Gefahr minimiert werden, wenn es darum geht, einen passenden Mieter für seine Immobilie zu finden. Das Team von CMB-Immobilien in Mettmann rät zu diesen vorsorglichen Maßnahmen:

- Bonitätsauskunft und eine Kopie der Ausweispapiere
- Schlüsselausgabe erst nach dem Zahlen der Mietkaution (maximal drei Monatsmieten)
- Auskunft des Vorvermieters und über die vorherige Wohnung einholen
- Vereinbarung einer Mietbürgschaft

In ganz undurchsichtigen Fällen kann eine Detektivprüfung herangezogen werden. Hier sollte jedoch das Verhältnis von Kosten und Nutzen berücksichtigt werden.
Überaus ratsam ist der Abschluss einer Mietausfall- sowie einer Rechtsschutzversicherung, um die Auswirkungen von Mietnomaden und Mietrückständen zu kompensieren.

Rechtslage bei vermieteten Immobilien

Hat sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Mietnomade eingeschlichen, gilt es schnell und durchsetzungsstark zu handeln, um die Schäden so gering als möglich zu halten.
Nach zwei Monaten Mietrückstand ist eine fristlose Kündigung berechtigt ((§ 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB). Damit diese rechtskräftig ist, muss sie formal korrekt und schriftlich verfasst und am Besten per Einschreiben versandt werden. Im Zweifelsfall kann hierbei ein Anwalt gute Dienste leisten.
Wenige Mietnomaden reagieren auf eine Kündigung, aber sie ist die Grundlage für den weiteren Streitweg.
Zwei Wochen nach der Mietkündigung kann eine Räumungsklage eingereicht werden, die aber durchaus ein paar Monate dauern kann. Eine entsprechend abgeschlossene Versicherung erstattet die hohen Räumungskosten.
Leider kommen auch Mietnomaden in den Genuss der gesetzlichen Mieterrechte. Somit darf der Mieter dem Vermieter - trotz Mietrückständen – den Zutritt zu dem Wohnobjekt verwehren. Zudem ist es dem Vermieter beispielsweise nicht gestattet, Schlösser der belagerten Immobilie auszutauschen oder dort die Post abzufangen. Mit diesen Mitteln der Selbstjustiz macht sich der Eigentümer vor dem Gesetz strafbar und spielt den Mietnomaden in die Hände.

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