Gewollte Absichten der Mietpreisbremse

Extreme Mieten, die insbesondere in den Ballungsräumen und Großstädten herrschen, sollen durch die Mietpreisbremse eingedämmt werden. Diesen Vorsatz hatte das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz und verabschiedete am 1. Juli 2015 das gleichnamige Gesetz.
Demnach sollen Bestandswohnungen bei einer Weitervermietung um höchstens 10 Prozent teurer werden dürfen. Zum Bestand zählen Wohnungen, die sich bereits vor dem 1. Oktober 2014 in genutzter Vermietung befanden.
Als Maßstab der maximalen Mieterhöhung gilt die ortsübliche Vergleichsmiete, was auch Immobilien in angesagten Wohnvierteln betrifft, laut den Vorgaben des Ministeriums.
Der örtliche Einsatz der Mietpreisbremse wird den Ländern überlassen, soll jedoch Bereiche mit einem angespannten Wohnungsmarkt einbeziehen. Dazugehören:

- Großstädte, wie etwa Düsseldorf, Köln usw.
- Ballungsgebiete, wie Rhein-Ruhr
- Kleinere und mittlere Städte in zentraler Lage
- Gegenden mit vielen Mietgesuchen und wenig Mietangeboten

Damit beabsichtigt der Gesetzgeber gängige und eklatante Mietpreiserhöhungen, von 20 Prozent oder mehr, zu verhindern.
Auch im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ist die Mietpreisbremse in Kraft getreten und schließt 22 beliebte Städte ein, wie beispielsweise Düsseldorf, Erkrath, Kleve, Langenfeld im Rheinland, Meerbusch, Monheim am Rhein, Neuss und Ratingen.

Realität beim Mieten einer Immobilie

Vollmundig klangen die Worte von Justizminister Heiko Maas: "Die Mietpreisbremse wird dazu beitragen, dass Mieten auch für Normalverdiener bezahlbar bleiben." - Dieser Satz entpuppt sich als Wunschdenken, denn in der Wirklichkeit sieht es in der Regel völlig anders aus.
Zwar darf ein Mieter eine überhöhte Miete dem Mietspiegel anpassen, nachdem er den Vermieter der Immobilie zuvor schriftlich gerügt hat. Erst dann ist eine entsprechende Mietkürzung gestattet. Die Rüge muss rechtmäßig verfasst sowie ausreichend begründet und mit Mietspiegelunterlagen belegt sein. Aber dies alleine löst die Problematik nicht.
Denn der Mieter muss bei diesbezüglichen Streitigkeiten selbst für sein Recht kämpfen und im Notfall den Klageweg gehen. Viele scheuen diesen Weg und zu wenige nutzen die Hilfe eines Anwalts oder den Gang zum Mieterverein.
Hinzukommt, dass es, bei der existierenden Wohnungsknappheit in begehrten Gegenden, kaum mehr Neuvermietungen gibt. Und wenn eine Immobilie neu vermietet wird, sind meistens Besserverdienende bevorteilt, da bei jenen weniger Mietausfälle vermutet werden. Geringverdiener haben hier häufig das Nachsehen.

Beispielrechnung der Mietpreisbremse in der Theorie

Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erbaut oder umfassend modernisiert wurden, sind von der Mietpreisbremse ausgenommen. Außerdem darf eine Miete, die in der Vormiete den Mietspiegel um mehr als 10 Prozent überstieg, dieser vorangegangenen angeglichen werden.
In den anderen Fällen gilt die Berechnung der Mietpreisbremse, wie Ihnen CMB-Immobilien hier an einem Beispiel erläutert:
Eine neue Wohnung soll 7,50 €/qm kosten.
Der Vormieter hat 4,50 €/qm bezahlt.
Die ortsübliche Vergleichsmiete liegt bei 5,80 €/qm, sodass Ihre Miete maximal 6,38 €/qm betragen darf.
Das Mietpreisangebot der Immobilie liegt demnach um 1,12 €/qm zu hoch.

Der jeweils gültige Mietspiegel kann bei örtlichen Behörden oder einem ortsansässigen Mieterbund eingesehen und zur individuellen Berechnung herangezogen werden.

Benötigen Sie weitere Unterstützung und suchen eine Immobilie in oder um Düsseldorf?
Kontaktieren Sie gerne unser fachkundiges Team.
CMB-Immobilien ist Ihr zuverlässiger Partner vor Ort!